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Grundsätzlich liegt es in der Natur von uns Menschen, Dinge anzuzweifeln, die wir mit unseren eigenen Augen nicht sehen können. Dass wir Menschen Zweifel daran haben, dass Gott existiert, ist also zunächst einmal nicht ungewöhnlich und kann sogar notwendig sein, um durch entsprechende Fragen mehr über die mögliche Existenz Gottes zu erfahren. So beschäftigt sich interessanterweise jeder Mensch irgendwann im Laufe seines Lebens mit den Fragen, ob es einen Gott gibt und wer dieser Gott ist.
Wenn man die Welt nun mit offenen und ehrlichen Augen betrachtet, dann erkennt man, dass jeder Mensch eine tiefe Sehnsucht nach Liebe und Gerechtigkeit in sich trägt, die mit Hilfe der Evolutionstheorie nicht vollständig zu erklären ist. Aus Gottes Sicht beginnt die Schuld von uns Menschen daher in dem Moment, in dem wir behaupten, dass unsere tiefe Sehnsucht nach Liebe und Gerechtigkeit lediglich ein zufälliges Produkt der Natur ist und dass Gott nicht existiert. Denn gemäß der Bibel ist eine solche Einstellung in Gottes Augen Ausdruck von Blindheit, Undankbarkeit und Überheblichkeit. Wir selbst spüren, dass wir durch diese Einstellung unser eigenes Naturell verleugnen, da wir in unserem tiefsten Inneren wissen, dass unsere Sehnsucht nach Liebe und Gerechtigkeit so wundervoll ist, dass sie eigentlich nur göttlich sein kann - gleiches gilt für die zahlreichen „Wunder der Natur".
Wenn wir Gottes Existenz, Liebe und Gerechtigkeit ablehnen und Gott aus unserem Leben ausschließen, dann können wir unsere Erfüllung nicht in Gott, sondern ausschließlich in anderen Personen und Dingen suchen. Dadurch jedoch erheben wir etwas an sich Positives (z.B. Arbeit, Beziehung, Erfolg, Ansehen) zu etwas Absolutem und machen unser persönliches Glück und Selbstwertgefühl davon abhängig. Da alle anderen Personen und Dinge aber unvollkommen und vergänglich sind und uns die erhoffte Liebe und Gerechtigkeit niemals vollständig und dauerhaft schenken können, werden wir mit ihnen allein unglücklich und zerbrechen innerlich. Aufgrund unserer inneren Zerbrochenheit verhalten wir uns häufig lieblos und ungerecht gegenüber unseren Mitmenschen, den Tieren und der Natur, wodurch wir gemäß der Bibel großen Schaden in Gottes Welt anrichten und Gott kränken und verletzen.
Die Konsequenz des Ganzen spiegelt sich in unserer „kaputten" Welt wider, in der sich alle Menschen zwar zutiefst nach Liebe und Gerechtigkeit sehnen, aber aufgrund ihrer inneren Zerbrochenheit nicht dazu in der Lage sind, diese Liebe und Gerechtigkeit dauerhaft zu empfangen und zu schenken und in Harmonie mit den Mitmenschen, den Tieren und der Natur zu leben.