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Wie in der Rubrik 2. überblick dargestellt, richten wir Menschen durch unser oft liebloses und ungerechtes Verhalten großen Schaden in der von Gott erschaffenen Welt an und machen uns gegenüber Gott schuldig. Da Gott gemäß der Bibel sowohl vollkommen gerecht als auch vollkommen liebevoll ist, möchte und muss er unsere Schuld sowohl gerecht bestrafen als auch liebevoll vergeben. Um dies zu ermöglichen, kam der göttliche Sohn vor etwa 2.000 Jahren in der Person Jesus Christus selbst in unsere unheile, zerbrochene Welt und erbrachte uns gegenüber den größtmöglichen Liebesbeweis: Er erklärte sich dazu bereit, die volle Verantwortung für die Schuld von uns Menschen zu übernehmen und dafür an unserer Stelle von seinem göttlichen Vater gerecht bestraft zu werden. Als nun schwer Beschuldigter ertrug Jesus Christus die tiefe Verachtung seines geliebten göttlichen Vaters und seiner Mitmenschen, er begab sich dadurch in völlige göttliche und menschliche Isolation und er opferte sein eigenes, unschuldiges Leben durch einen qualvollen Tod am Kreuz. Nur auf der Grundlage dieses ultimativen, göttlichen Opfers war es Gott möglich, uns Menschen gegenüber gleichzeitig Gerechtigkeit (Bestrafung unserer Schuld am Kreuz) und Liebe (Vergebung unserer Schuld am Kreuz) walten zu lassen. Aufgrund der Begleichung unserer Schuld durch den Tod Jesu Christi erhalten wir Menschen gemäß der Bibel die Zusage für das ewige Leben nach dem Tod in einer Welt vollkommener Liebe und Gerechtigkeit - und das, obwohl wir es aufgrund unserer häufigen Lieblosigkeit und Ungerechtigkeit eigentlich nicht verdienen. Inwieweit die christliche Hoffnung auf das ewige Leben nach dem Tod berechtigt ist, geht aus der Rubrik 2. überblick hervor.
Exkurs: Lässt sich die Existenz Gottes beweisen?Das ewige Leben nach dem Tod wird gemäß der Bibel zwar allen Menschen in Aussicht gestellt, es wird jedoch nur für diejenigen Menschen Wirklichkeit werden, die auf die Begleichung ihrer Schuld durch den Tod Jesu Christi vertrauen. Der Grund dafür, dass unser Vertrauen die Voraussetzung für das ewige Leben nach dem Tod darstellt, liegt darin, dass Gott gemäß der Bibel eine liebevolle und gerechte Beziehung mit uns führen möchte und dass unser Vertrauen eine grundlegende Voraussetzung hierfür darstellt - genauso wie eine echte Liebesbeziehung zu einem Mitmenschen niemals ohne Vertrauen funktionieren kann. Erst unser Vertrauen auf die Begleichung unserer Schuld durch den Tod Jesu Christi sowie die daraus resultierende Zusage für das ewige Leben nach dem Tod können uns mit einer solchen Dankbarkeit und Hoffnung erfüllen, dass wir freiwillig danach streben, in liebevoller und gerechter Beziehung mit Gott und unseren Mitmenschen zu leben (z.B. durch soziales Engagement und durch Vergebung gegenüber unseren Mitmenschen). Unser Vertrauen auf die Begleichung unserer Schuld durch den Tod Jesu Christi stellt somit die eigentliche Voraussetzung dafür dar, dass wir ein ewiges Leben in Beziehung mit Gott führen können. Die Entscheidung für den christlichen Glauben kann daher niemals eine rein rationale Entscheidung sein, sondern sie ist immer auch mit einer Reaktion und Veränderung unseres Herzens verbunden.
Exkurs: Was bedeutet es, ein Leben in Beziehung mit Gott zu führen?