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Überblick über die Inhalte des christlichen Glaubens

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Teil 2: Das Problem mit dem Bund der Liebe und Gerechtigkeit

Gemäß der Bibel hatte Gott ursprünglich eine paradiesische Welt für uns vorgesehen, in der er uns alles schenkt, was für ein erfülltes Leben notwendig ist: vollkommene Liebe und Gerechtigkeit sowie ein ewiges Leben. Doch anstatt Gott für die schönen Dinge in unserem Leben dankbar zu sein und auf seine guten Absichten zu vertrauen, haben wir damit begonnen, ihm gegenüber misstrauisch und überheblich zu werden. So geben wir uns mit dem, was Gott uns schenkt, meist nicht zufrieden und entschließen uns immer wieder dazu, unser Leben ganz und gar selbst zu bestimmen. Wir versuchen also, unser Leben ohne Gott zu führen, und lehnen Gottes Existenz, Liebe und Gerechtigkeit dadurch indirekt ab - eine Einstellung, durch die wir uns gemäß der Bibel gegenüber Gott schuldig machen.

Frage: Warum machen wir uns gegenüber Gott schuldig, wenn wir seine Existenz, Liebe und Gerechtigkeit ablehnen?

Durch unsere Ablehnung kränken wir Gott und zerstören unsere auf Vertrauen basierende Beziehung zu ihm. Aus diesem Grund hat Gott sich weitgehend aus unserer Welt zurückgezogen - und mit ihm ist auch der Zustand vollkommener Liebe und Gerechtigkeit verschwunden. Deswegen sind wir Menschen vergänglich, leben in einer unheilen, zerbrochenen Welt und sind bei unserer Suche nach vollkommener Liebe und Gerechtigkeit weitgehend auf uns allein gestellt. Gott zieht damit die Konsequenzen aus unserem Handeln, hofft jedoch, dass wir zur Besinnung kommen und erkennen werden, dass wir unsere Sehnsucht nach vollkommener Liebe und Gerechtigkeit nur durch ein Leben in Beziehung mit Gott vollständig und dauerhaft stillen können

Frage: Warum lässt uns ein liebevoller und gerechter Gott in einer unheilen, zerbrochenen Welt leben?

Da wir uns dazu entschlossen haben, unser Leben ganz und gar selbst zu bestimmen, können wir unsere Erfüllung nicht länger in Gott, sondern ausschließlich in anderen Personen und Dingen sowie in uns selbst suchen. Da alle anderen Personen und Dinge - genauso wie wir selbst - aber unvollkommen und vergänglich sind, wird unsere Hoffnung auf Erfüllung immer wieder aufs Neue durch sie enttäuscht. Schlimmer noch: Indem wir etwas an sich Positives (z.B. Freunde, Liebespartner, Arbeit, Erfolg, Haus, Auto) zu etwas Absolutem erheben, machen wir unser persönliches Glück und unseren Selbstwert voll und ganz davon abhängig. Jede persönliche Enttäuschung (z.B. gesundheitliche Probleme, zerbrochene Liebesbeziehung, beruflicher Misserfolg, finanzielle Schwierigkeiten) wird dadurch zu einer potenziellen Bedrohung für unsere Identität. Dies bedeutet nicht, dass wir uns nicht auf andere Menschen einlassen und die schönen Dinge des Lebens nicht genießen dürfen - im Gegenteil. Doch sobald wir unsere Hoffnung auf Erfüllung ausschließlich in andere Personen und Dinge oder in uns selbst setzen, laufen wir ständig Gefahr, zutiefst enttäuscht und verletzt zu werden. Dies führt zu einer kontinuierlichen Unsicherheit und Instabilität in unserem Leben, an deren Last wir zunehmend innerlich „zerbrechen“.

Aufgrund unserer inneren Zerbrochenheit sind wir so sehr mit uns selbst beschäftigt, dass wir nicht mehr dazu in der Lage sind, in vollkommener Liebe und Gerechtigkeit mit unseren Mitmenschen zu leben. So ist jeder Mensch von Zeit zu Zeit unehrlich, überheblich, schadenfroh, habgierig, maßlos oder neidisch. Durch unser oft liebloses und ungerechtes Verhalten enttäuschen und verletzen wir unsere Mitmenschen und zerstören langfristig unsere zwischenmenschlichen Beziehungen - und das, obwohl Gott uns ursprünglich dazu erschaffen hatte, liebevolle und gerechte Beziehungen zu führen. Doch anstatt uns unsere innere Zerbrochenheit und Schwäche einzugestehen, geben wir Gott die Schuld an unserer Situation oder verlieren unseren Glauben an ihn sogar vollständig. Durch diese Einstellung sowie durch den Schaden, den wir mit unserer Lieblosigkeit und Ungerechtigkeit in der von Gott erschaffenen Welt anrichten, kränken wir Gott und machen uns ihm gegenüber schuldig.

Trotz unserer Schuld hat Gott in der Vergangenheit immer wieder danach gestrebt, die liebevolle und gerechte Beziehung mit uns wiederherzustellen. So hat Gott uns insbesondere seine „Zehn Gebote“ geschenkt, deren Einhaltung zu Liebe und Gerechtigkeit in unserer Beziehung zu Gott und unseren Mitmenschen führen würde. Doch wir Menschen sind aufgrund unserer inneren Zerbrochenheit und Schwäche nicht dazu in der Lage, uns dauerhaft an Gottes Gebote zu halten und auf Gottes Existenz, Liebe und Gerechtigkeit zu vertrauen. Aus diesem Grund bedarf es einer tiefgreifenderen Veränderung, in deren Rahmen unsere innere Zerbrochenheit und Schwäche vollständig „geheilt“ wird. Oder anders formuliert: Die menschliche Negativspirale aus innerer Zerbrochenheit, menschlicher Lieblosigkeit und Ungerechtigkeit sowie menschlicher Schuld muss überwunden werden, damit wir reinen Gewissens in einer von Schuld unbelasteten Beziehung mit Gott und unseren Mitmenschen leben können. Denn nur wenn wir frei von Schuld sind, wird Gott uns gemäß der Bibel im Anschluss an unseren Tod das ewige Leben in einer Welt vollkommener Liebe und Gerechtigkeit schenken.

Erfahren Sie mehr:

Teil 1: Der Bund der Liebe und Gerechtigkeit
Teil 2: Das Problem mit dem Bund der Liebe und Gerechtigkeit
Teil 3: Die Lösung für den Bund der Liebe und Gerechtigkeit
Teil 4: Die vier Wahrheiten des christlichen Glaubens
Teil 5: Der neue Bund der Liebe und Gerechtigkeit


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